Die Karte im Schrank
von Herr Böttinger am 2025-07-11
Es war ein verregneter Freitag, als Emma die alte Karte fand. Sie kramte gerade in Omas Dachboden, als sie hinter einer losen Schrankrückwand ein vergilbtes Pergament entdeckte.
Darauf waren Berge, ein Fluss und ein rotes „X“ eingezeichnet. Und darunter stand:
„Der Schatz des verborgenen Tals“
Emma war sofort Feuer und Flamme. Noch am selben Nachmittag machte sie sich mit ihrem kleinen Bruder Finn auf den Weg – mit Karte, Rucksack und Taschenlampe.
Zuerst war es ein spannendes Abenteuer. Sie wanderten durch Felder, kletterten über Steine, durchquerten sogar ein Bachbett. Doch dann wurde es unheimlich.
Der Wald wurde dunkler, dichter.
Plötzlich verirrten sie sich.
„Ich glaube, wir sind falsch“, murmelte Finn.
„Warte“, sagte Emma. „Da vorne – dieser Stein ist auf der Karte!“
Hinter dem moosbedeckten Felsen öffnete sich eine kleine Höhle. Und mittendrin fanden sie eine Kiste aus Holz und Eisen.
Mit zitternden Fingern öffnete Emma den Deckel. Drinnen lagen alte Münzen, ein verziertes Tagebuch – und ein Brief:
„Dem Finder dieses Schatzes wünsche ich Mut, Fantasie und ein gutes Herz. – Opa 1953“
Emma und Finn sahen sich sprachlos an. Sie hatten den Schatz gefunden – und ein Stück Familiengeschichte gleich dazu.
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