Die Suche zum Ausgang
von Johanna am 2025-07-14
Mari lebt in einer großen Stadt.
Sie ist sehr an das Stadtleben gewöhnt, deswegen hasst sie den Wald – überall nur Sträucher!
Dafür geht sie fast jeden Tag in den Park.
Dort gibt es einen Fluss – sie liebt diesen Fluss.
Aber diesmal war er komisch.
Sie sah dort einen runden Kreis auf dem Wasser.
Mari musste einfach dorthin!
Sie nahm ein Boot und ruderte hinüber.
Als sie drüben ankam, traute sie ihren Augen kaum:
Es war ein Portal.
Sie ging näher, um es sich besser anzuschauen –
und stolperte dabei über einen Stein in das Portal hinein!
„Oh nein! Wo bin ich hier?“, flüsterte Mari sich selbst zu.
Sie war in einem Wald.
„Ich hasse doch Wald!“, sagte sie wieder zu sich.
Der Wald war sehr zugewachsen, überall Sträucher.
Es war ganz still.
Sie hatte das Gefühl, ganz allein zu sein.
Als sie zurück durch das Portal wollte,
merkte sie: Das Portal ist weg!
„Oh nein, was soll ich bloß tun?“, sagte Mari mit zitternder Stimme.
Sie ging ein bisschen durch den Wald,
um einen Weg hinauszufinden.
Doch dann – ein Ast knackte.
„Wo war das bloß?“
Mari schrie laut: „Hallo? Ist da jemand?“
Sie schaute sich um.
Dort sah sie einen schwarz gekleideten Mann mit Mantel.
Er rannte schnell weg!
Mari sah das und rannte hinterher.
„Halt! Stopp! Bleiben Sie stehen! Ich brauche Ihre Hilfe!“
Der Mann stolperte über einen Stein.
Mari konnte ihn einholen und sah ihn auf dem Boden liegen.
„Hallo … können Sie mir helfen?“,
flüsterte das Mädchen mit ängstlicher Stimme.
Der mysteriöse Mann sprach:
„Ja, okay, ich helfe dir – aber du musst mir auch helfen.“
„Ja, okay, so machen wir es! Was soll ich für dich tun?“
„Du bringst mir meinen Hund zurück,
und ich bringe dich wieder in die Stadt.“
„Okay – ja, das ist gut.“
Mari suchte und suchte, aber fand ihn nicht.
Der Mann sagte:
„Der Hund kann überall sein.“
„Aber wie soll ich ihn dann finden? Vielleicht ist er gar nicht hier …“
Das junge Mädchen suchte weiter.
Auf einmal hörte sie Bellen.
„Das muss der Hund sein!“, dachte sie.
Sie versuchte, herauszufinden, woher das Geräusch kam –
und da war er, der kleine Welpe!
Er war zwischen Steinen eingeklemmt.
Mari half ihm heraus.
Der mysteriöse Mann war sehr glücklich.
„Danke! Ich werde dir nun helfen, aus dem Portal herauszukommen.“
Mari antwortete:
„Ja, bitte!“
„Also, du musst in diesem verlassenen Wald
den richtigen Stab finden,
um ein neues Portal zu erschaffen.“
Mari war skeptisch.
„Ob ich den finde? Es gibt so viele Ecken hier ...“
„Du schaffst das schon“, sagte der Mann.
Okay – Mari machte sich auf den Weg.
Sie suchte alle Ecken ab.
„Oh Mann, ich finde ihn nicht!“, sagte Mari zum Mann.
„Ich kann dir einen Tipp geben“, sagte er.
„Ich weiß, wo der Stab ist – aber wenn ich ihn dir gebe,
kannst du kein Portal erschaffen.
Soll ich dir einen Tipp geben?“
„Ja! Ich brauche einen Tipp.“
„Der Tipp lautet:
Er ist versteckt dort, wo du meinen Hund gefunden hast.“
„Oh ja! Ich weiß, wo das ist – bei der großen Eiche!“
Mari rannte zu der Eiche,
suchte unter den Sträuchern und Steinen –
und fand den Stab.
„Was soll ich tun?“, fragte sie.
Der Mann antwortete:
„Du musst nur noch zu dem Ort gehen, wo das Portal war.“
„Okay“, sagte Mari.
Sie rannte schnell dorthin.
„Ich kann mir das gut merken –
da gibt es nur an diesem einen Platz so viele Sträucher.“
Sie war am richtigen Ort
und musste nun das Portal herzaubern.
Sie schaffte es –
mit dem Wort: „Portal!“
Sie ging durch das Portal.
Der Mann blieb zurück im verlorenen Wald.
Mari war nun wieder im Park.
Sie ruderte über den Fluss zurück.
„Oh Mann, war das anstrengend!“,
sagte sie und lief nach Hause.
Und alles war wieder gut.
Ende
🔙 Zur Übersicht