ariel die meerjungfrau
von Laura am 2025-07-14
Als sie plötzlich an einem schönen Tag war, war Ariel wieder an der streng verbotenen Oberfläche,
obwohl da stand: "Strengstens verboten."
Während die Seemenschen ein Fest veranstalteten, turnte die kleine Ariel mal wieder an der Oberfläche herum.
Die Geschwister stellten sich vor: Sina, die Weiße, Elenora, die Schöne,
Susi, die Verrückte, Emma, die Streberin, Lena, die Nette, Gabi, die Gemeine
und Mira, das Mutter-Töchterchen.
Als eigentlich Ariel dran war, war sie nicht da –
sie war ja immer noch an der Oberfläche.
Sie wusste nicht mehr, dass das Fest heute war.
Der Fisch Fabius war auch bei Ariel.
König Triton, Ariels Vater, rastete mit Schreien aus:
"RAAAAAAAAR!! ARIELLLLLLL!!!"
Plötzlich fiel es Ariel wieder ein:
Sie muss sich beim Fest vorstellen!
Sie rief:
"Ohhh neiiiiiiin!! Vater wird so sauer sein!"
"Fabius, wir müssen ganz schnell heim!"
Fabius fragte:
"Wieso das denn? Auch wenn ich Angst habe – warum jetzt heim? Du liebst doch die Oberfläche!"
Plötzlich fing das Wasser an zu blubbern und wackeln.
Ariel sagte:
"Oh nein – Vater schreit so laut!"
Fabius pupste vor Angst.
Es war ihm peinlich.
Ariel sagte:
"Sei kein Weichschwamm. Passiert jedem mal. Aber jetzt los!
Je später wir kommen, desto mehr Ärger bekomme ich!"
"Achsooo, stimmt. Sorry, Ariel."
Sie schwammen los – immer schneller und schneller.
Als sie zu Hause ankamen, spürte Ariel nochmal das Wasser blubbern.
"Fabius, hast du gepupst?", fragte Ariel.
"Nein, das war ich nicht!", sagte Fabius.
König Triton war schon wieder ausgerastet.
"Oh nein!", rief Ariel.
Doch plötzlich stand sie schon vor dem wutgekochten Vater.
"Vater, ich kann das erklären!", sagte Ariel.
Er rief:
"Geh auf dein Zimmer!"
Aber Ariel ging nicht in ihr Zimmer,
sondern in ihr Geheimversteck, wo Menschenzeug war.
Eine Gabel, die sie Dingelhopper nannte,
und viele andere Dinge.
Ariel setzte sich auf ihren Platz
und sang ein paar Lieder.
Plötzlich sah sie einen Schatten über ihrem Versteck.
"Oh nein – jetzt ist da ein Schiff! Unser größter Feind!", dachte sie.
Doch es war gar kein Schiff,
es war eine Statue –
mit der Aufschrift:
"Happy Birthday, Prinz Erik."
Die Statue zeigte einen jungen Mann.
Ariel kicherte vor Freude und verliebte sich direkt.
Die Geschwister suchten Ariel überall.
Sie riefen:
"Ariellllll! Wo steckst du?"
Sie sagten zueinander:
"Was, wenn sie von einem Schiff getroffen wurde?"
"Komm, wir suchen schnell weiter!"
Ariel hörte den Schrei von Triton und sah ihn in ihrem Versteck.
Sie fragte:
"Was? Wie hast du das hier gefunden?"
Er sagte:
"Eine Krabbe hat mir das ins Ohr geflüstert."
Plötzlich kam hinter Tritons Flosse eine Krabbe hervor.
Sie hieß Sebastian.
Ariel schaute ihn mystisch an,
und Sebastian ging wieder hinter die Flosse.
Triton sagte:
"Was ist das für eine Statue? Ein Mensch?!"
Ariel sagte:
"Vater, ich liebe ihn."
Triton schrie:
"NEIN! Nicht meine eigene Tochter!"
Er nahm seinen Dreizack und machte alles kaputt.
Ariel weinte in Strömen.
Ihr Vater war jetzt auch traurig.
Da kamen zwei Fische vorbei und sagten:
"Komm mit uns – wir gehen zu deiner Tante Ursula. Sie löst all deine Probleme und Sorgen."
Ariel ging mit.
Als sie ankamen, kam Ursula aus ihrem Bett.
Sie sagte:
"Um zu deinem Prinzchen zu kommen, brauche ich deine Stimme."
Ariel fragte:
"Meine Stimme?"
Ursula sagte:
"Ganz genau, Zuckerstück!"
Ariel sagte:
"Aber ohne meine Stimme kann ich nicht sprechen!"
Die Seetante sagte:
"Ja, aber du willst doch deinen Geliebten sehen.
Um Mensch zu werden, brauch ich deine Stimme.
Und wenn du ihn in 3 Tagen nicht küsst,
dann wirst du wieder zur Meerjungfrau und gehörst mir!"
"Hier einmal unterschreiben."
Ariel unterschrieb mit zitternden Händen –
und plötzlich war ihre Flosse weg.
Sie hatte Beine – aber bekam keine Luft mehr.
Zum Glück waren Fabius und Sebastian in der Nähe.
Sonst hätte Ariel nicht überlebt.
An der Oberfläche angekommen schnappte Ariel nach Luft.
Sie holten ein altes Segel und banden es Ariel um.
Ariel lernte laufen.
Plötzlich hörte sie einen Hund bellen.
Ein Butler rief den Namen des Hundes:
"Max!"
Dann kam Erik und fragte Ariel:
"Wer bist du?"
Ariel bewegte nur den Mund –
aber es kam kein Ton raus.
Ihre Stimme war ja weg.
In der Zwischenzeit kochte Ursula Ariels Stimme
und machte sie zu einer Kette.
Sie verwandelte sich in eine schöne Braut
und hatte Ariels Stimme.
Währenddessen wurde Ariel sauber gemacht, gepflegt und bekam etwas zu essen.
Am zweiten Tag sah sie, wie Erik
einem Mädchen einen Heiratsantrag machte.
Ariel rannte weinend in ihr Zimmer.
Am dritten Tag war die Hochzeit.
Erst beim Sonnenuntergang konnte Ariel wieder sprechen.
Sie erzählte Erik alles.
Ursula wurde wieder hässlich
und nahm Ariel an der Hand
und zog sie mit sich ins Meer.
Erik sprang hinterher und rettete sie.
Plötzlich kam Triton,
kämpfte mit Ursula –
und besiegte sie.
Ariel umarmte ihren Vater
und zerriss den Vertrag.
Ursula starb –
und Ariel und Erik heirateten.
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